Staatliche Förderungen für KMU*


Definition der KMU

Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) werden definiert als Unternehmen, die

  • weniger als 250 Mitarbeiter beschäftigen und
  • einen Jahresumsatz von höchstens 50 Mio. EUR oder eine Jahresbilanzsumme von höchstens 43 Mio. EUR aufweisen.


Gegenstand der Förderung

Risikoreiche industrielle Forschungs- und vorwettbewerbliche Entwicklungsvorhaben (Innovationen)

  • themenoffen
  • themenübergreifend
  • themenspezifisch


Förderfähige Innovationen

  • Produkte, Verfahren, technische Dienstleistungen, deren Eigenschaften, Funktionen, Parameter vorhandenes eindeutig übertreffen
  • Erhöhung des technologischen Fortschritts und Fachwissens des Unternehmens, Maßstab ist der weltweite Stand der Technik
  • Erhöhung der langfristigen Konkurrenzfähigkeit des Unternehmens sowie die Generierung neuer Absatzmärkte und Arbeitsplätze

Zuwendung

Die Höhe der Zuwendung variiert stark je nach Förderprogramm. Unternehmen der neuen Bundesländer werden höhere Fördersummen in Aussicht gestellt. Die Förderhöchstgrenze liegt in Ausnahmefällen bei max.-80-%, zumeist jedoch bei 45-50-% in Form eines  nicht rückzahlbaren Zuschusses, wobei zuwendungsfähige projektbezogene Ausgaben von Forschungseinrichtungen individuell bis zu 100-% gefördert werden können.


Zuwendungsvoraussetzungen (Auszug)

Vorhaben können u. a. unter folgenden Voraussetzungen gefördert werden, wenn

  • sie hinreichend konkret, technisch und wirtschaftlich machbar erscheinen,
  • ein neues Produkt, Verfahren oder neue Technologie entwickelt oder weiterentwickelt

werden soll, das der relevante Markt noch nicht anbietet,

  • der Antragsteller nachvollziehbar darstellt, dass er zur Durchführung des Projektes in der Lage ist,
  • ein wirtschaftlicher Nutzen erwartet werden kann,
  • die Gesamtfinanzierung unter angemessener Eigenbeteiligung des Antragstellers gesichert ist.


Förderfähige Kosten (Auszug)

Folgende vorhabenbezogene Kosten (ohne Umsatzsteuer) sind u. U. zuwendungsfähig:

  • Materialkosten,
  • Forschungs- und Entwicklungsfremdleistungen,
  • Personalkosten,
  • Kosten der Beschaffung beziehungsweise Herstellung vorhabenspezifischer Instrumente und Ausrüstungen,
  • sonstige unmittelbar durch das Vorhaben verursachte Kosten (zum Beispiel Leistungen Dritter, die nicht FuE-Leistungen sind, technische Zulassungsgebühren).


*Vorliegend handelt es sich um einen Abriss der einschlägigen Voraussetzungen verschiedenster Förderprogramme, zur Bestimmung einer individuellen Projektförderung bedarf es einer genauen Vorhabenanalyse.